Vorstellung der Stiftung

media: photos/petites/3.jpgAm 28. September 1985 verschwand in Saxon (Wallis, Schweiz) ein kleines fünfjähriges Mädchen namens Sarah Oberson. Seit diesem Tag weiß niemand, was aus ihr geworden ist.

In ihrem Dorf, im gesamten Kanton Wallis, schließlich in der ganzen Schweiz und dem Ausland entwickelte sich umgehend eine große Solidaritätsbewegung. Zahlreiche Personen wollten der Familie Oberson ihr Mitgefühl und ihre Unterstützung zeigen: so entstand die Sarah-Oberson-Bewegung. Dank großzügiger öffentlicher Zuwendungen konnte diese Bewegung die Organisation und die Kosten zahlreicher Recherchen übernehmen, die sich als notwendig herausstellten. Noch heute, rund 20 Jahre nach diesem tragischen Ereignis, bleibt der Name von Sarah im kollektiven Gedächtnis verhaftet und klingt als Appell an den Schutz der Kinder nach.

Im Jahre 1998 ist aus der spontanen Sympathiebewegung die SARAH OBERSON STIFTUNG geworden, deren Hauptziel darin besteht, den Familien entführter oder verschwundener Kinder oder Jugendlicher zu helfen. Die Suche nach Sarah Oberson bleibt eine permanente Aufgabe der Stiftung.

Außerdem führt die Stiftung Untersuchungen zur Kindesmisshandlung und in Fällen verschwundener Kinder durch. In diesem Sinne organisiert sie seit 1999 eine jährliche Konferenz, im November stattfindet. Diese Veranstaltung wendet sich an Betreuer (Lehrkräfte, Sozialarbeiter, Animateure, Psychologen, Ärzte, Krankenpfleger, Priester, Mitarbeiter der OHG-Zentren usw. ...), an Elternorganisationen und an Mitarbeiter von Einsatzteams (Polizeibeamte, Feuerwehrleute, Rettungskräfte usw. ...). Die von der Stiftung organisierten Konferenzen haben die folgenden Themen behandelt:

14. November 2012
Weglaufen: Ritus des Übergangs oder Ruf um Hilfe ?

9. November 2011
Trennung der Eltern, Verschwinden von Kindern: mögliche Ansätze

3. November 2010
Neue Technologien: Chancen und Gefahren für die Kinder

20. November 2009
Enfan'phare : 20. Geburtstag des Übereinkommens der Rechte des Kindes

7. November 2008
10. Jahrestag der Gründung der Sarah-Oberson-Stiftung

4. November 2007
Gewalt gegenüber Kindern

15. November 2006
Zerrissene Paare, Kinder in Gefahr
Internationale Kindesentführungen

9. November 2005
Jugend und Selbstmord im Wallis

3. November 2004
Die Familie in allen ihren Spielarten. Entwicklung, Revolutionierung, Wegfall?

5. November 2003
Recht auf ein Kind oder Rechte des Kindes? Die Problematik der Adoption

6. November 2002
Migrantenkinder: die schwierige Frage ihrer Integration

7. November 2001
Opferkinder - vom Täter zum Opfer

8. November 2000
Gewalttätige Kinder, Opferkinder. Welche Antworten gibt es?

18. November 1999
Der Verlust eines Kindes. Wie kann dem Umfeld geholfen werden?

media: photos/petites/4.jpgDiese Begegnungen wurden jedes Mal zu einem großen Erfolg. Daraus entstand der Wunsch, aus diesen Beiträgen und diesem Austausch etwas Bleibendes zu schaffen, und die Unterlagen dieser Kolloquien zu veröffentlichen, in einer Form, die für jeden zugänglich ist. Der erste Bericht behandelt die drei ersten Konferenzen. Er wird geprägt von diesem Wunsch und von den Aktivitäten des Internationalen Instituts der Rechte der Kinder (IDE), das die Sarah Oberson Stiftung in Sion beherbergt.

Rund zwanzig Jahre später konnte das Verschwinden von Sarah Oberson trotz zahlreicher Recherchen immer noch nicht aufgeklärt werden. Die Sarah-Oberson-Stiftung hat sich verpflichtet, die Angelegenheit niemals zu den Akten zu legen, solange die Umstände des Verschwindens und das Schicksal dieses Kindes unbekannt bleiben.

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